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                                                                                                                                         Bild von Antonio Guillem | iStock

Ein Beitrag unseres Gastautors Jaime Jäckel, Consultant der Helmich IT-Security GmbH    HELMICH-LOGO_2016-1024x191




Alle 53 Sekunden wird laut einer Studie von Intel in Europa ein Laptop gestohlen. Wenn man die regelmäßig von den Besitzern „verlorenen“ noch dazu zählen würde, wird diese Zahl noch erschreckender.

Sollten hierbei geheime firmen- oder personenbezogene Kundendaten verloren gehen, kann schnell eine verhältnismäßig hohe Schadensumme für das Unternehmen entstehen.

Wer denkt „Es befinden sich ja keine wichtigen Daten auf meinem Laptop“ kann selten sicherstellen, dass das schon immer und bei allen Benutzern so war. Vielleicht waren Daten nur kurzzeitig auf dem Laptop gespeichert, z.B. durch das Öffnen eines E-Mail-Anhangs? Denn sobald Sie Dateien von einem Speicherort im Netzwerk öffnen oder nur mal kurz den E-Mail Anhang einsehen, werden diese Daten auf Ihr Gerät heruntergeladen.

Wie kann man sich davor schützen, dass ein ungewollter Datenverlust durch Diebstahl oder das Verlieren eines Gerätes einen hohen finanziellen Schaden anrichtet?

Verschlüsselung ist hier das Stichwort! So kann man mit wenig Aufwand sicher gehen, dass auch bei Verlust des Laptops, kein Unbefugter an die Daten kommt. Mit Hilfe der Verschlüsselung haben wir sogar die Möglichkeit, mobile Datenträger zu schützen und dadurch rechtlichen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen, damit unter dem Strich nur der Schaden durch den Hardwareverlust bleibt. Denn auch hier bleiben die Daten sicher und für Dritte unbrauchbar.

Wichtig zu beachten ist hierbei nur, dass die Daten wieder unverschlüsselt verfügbar sind, sobald der Laptop eingeschaltet ist. Sollte der Benutzer vergessen, den Bildschirm zu sperren, hat ein Angreifer es leicht über z.B. einen USB-Stick, dennoch Daten zu entwenden oder auch in Sekundenschnelle Schadsoftware aufzuspielen.

In erster Linie hilft hierbei schon das Sperren des Gerätes, sodass niemand direkt mit einem Stick Schaden anrichten bzw. Daten auf das oder vom Gerät übertragen kann.

Eine simple und effektive Lösung ist es, mithilfe einer Schnittstellen-Kontrolle die Geräte einzuschränken, die verwendet werden dürfen. Oder die Verwendung einiger Geräte-Typen sogar vollständig zu verbieten.

Mein Fazit: Eine Verschlüsselung schützt Sie vor schweren rechtlichen und finanziellen Konsequenzen bei Geräte-Verlust. Eine zusätzliche Schnittstellenkontrolle rundet diesen Schutzmechanismus sinnvoll ab. Und zu guter Letzt, die wichtigste Schutzmaßnahme: Niemals vergessen, den Laptop zu sperren, wenn man sich entfernt!